Brüder Löwenherz Cober

"Moog und Vantroyen spielen die Brüder fantastisch. Wie ein roter Faden zieht sich ihre Liebe durch die gefährlichen Abenteuer (...)."
Bonner Rundschau

"Grandioses Spiel - mitreißende Story - eine intensive Theatererfahrung."
Rhein-Zeitung

"Niemand im Publikum bleibt unberührt, wenn die jungen Darsteller Aurel Bender und Ricardo Rausch eine unsterbliche Bruderliebe wunderbar lebendig in Szene setzen (...)."
General-Anzeiger

"Auf diese Weise blieb Raum für die grandiose schauspielerische Leistung des Ensembles. 'Die Brüder Löwenherz', gespielt von Aurel Bender und Ricardo Rausch, erwiesen sich als sehr gutes Gespann und spielten sehr einfühlsam."
moskito-bonn.de

2017 feiert die Welt den 110. Geburtstag von Astrid Lindgren, der wohl beliebtesten Kinder- und Jugendbuchautorin weltweit, und gedenkt ihres 15. Todestages. Das Junge Theater Bonn spielt aus diesem Anlass gleich zwei ihrer bekanntesten Geschichten: ‚Pippi Langstrumpf‘ und ‚Die Brüder Löwenherz’.

Obwohl diese beiden Geschichten unterschiedlicher kaum sein könnten, stehen sie doch gemeinsam exemplarisch für das Werk von Astrid Lindgren und zeigen das Spektrum ihres literarischen Schaffens für Kinder vieler Generationen. 

Karl Löwe ist neun Jahre alt, er wird von allen nur ‚Krümel’ genannt. Krümel ist sehr krank, und durch einen Zufall erfährt er, was alle anderen längst wissen: Dass er bald sterben muss. Als er seinem großen Bruder Jonathan davon erzählt, versucht der, ihn irgendwie zu trösten. Der Tod sei nicht so schlimm, denn wenn man gestorben ist, komme man in das Land Nangijala. Jeden Abend erzählt Jonathan seinem kleinen Bruder vom Land Nangijala - dem Land der Sagen und der Märchen, und sie malen sich gemeinsam aus, wie es sein wird, dort zu leben. Immer tiefer tauchen die beiden Jungen in ihre Phantasiewelt ein, und die Grenzen zwischen ihren Träumen und der Realität verschwimmen zusehends.



Astrid Lindgren hat diese Grenzen in ihrer Erzählung sicher bewußt unscharf gehalten. Das Ziel des Kreativteams des JTB ist es, diese Mehrdeutigkeit auf die Bühne zu übertragen. In dem Haus, in dem die beiden wohnen, bricht ein Feuer aus, Jonathan rettet seinen kleinen Bruder vor den Flammen, in dem er mit ihm aus dem Fenster springt und dabei selbst stirbt. Kurze Zeit später treffen sie sich in Nangijala wieder. 



Dort ist es genau so wie Jonathan gesagt hat: Wie im Paradies. Alle Menschen leben friedlich zusammen. Doch Krümel merkt schnell, dass seltsame Dinge vor sich gehen, und lange kann Jonathan es nicht vor ihm verheimlichen: Der Frieden im Kirschtal ist bedroht. Im benachbarten Heckenrosental herrscht der grausame Tyrann Tengil, der dort alle Menschen versklavt hat und der jetzt auch das Kirschtal beherrschen will. Dabei helfen ihm seine gnadenlosen Soldaten und etwas, das schrecklicher ist als alles, was man sich in seinen furchtbarsten Phantasien ausmalen kann: Katla. Jonathan beschließt, mit den Bewohnern des Kirschtales gegen Tengil zu kämpfen…

In ‚Die Brüder Löwenherz’ hat sich Astrid Lindgren eines sehr ernsten Themas angenommen, das bis dahin als für Kinder ungeeignet galt: Des Todes und der Angst davor. So wurde dieser Roman nach Erscheinen zunächst teilweise hart kritisiert, was aber seinen Siegeszug um die Welt nicht stoppen konnte. In den folgenden Jahren wurde Lindgren für diesen Roman mit Literaturpreisen geradezu überhäuft. Unter zahllosen anderen Auszeichnungen erhielt Sie eine Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis.